Bucht

© Petra

Leise strich der Wind durch die Blätter der Birken, die lustig hin und her flatterten im lauen Strom der Sommerabendluft. Sie war nach der Arbeit mit dem Rad zum großen See gefahren. Es machte ihr nichts aus, noch eine weitere Viertelstunde auf dem schmalen Pfad entlang des Sees zu fahren, um ihren gewohnten Platz zu erreichen. Er lag geschützt in einer von Bäumen gesäumten Bucht, die nicht einsehbar war. Der Durchschlupf durch das dichte Gebüsch war auch nur so groß, dass sie mit gebäugtem Kopf gerade hindurch schlupfen konnte.

Über dem ruhigen, klaren Wasser des Sees zog sich ein drei Meter breiter Sandstreifen entlang, der am Ende der Bucht jeweils in den Birkenwald auslief. Sie sah sofort, dass ausser ihrem Liegeplatz die letzten Tage niemand hier gewesen war. Schließlich war die Hauptbadestelle gut drei Kilometer entfernt.

Rasch stellte sie das Rad an einen der Bäume, breitete das große, rote Badetuch aus, stellte den Korb daneben. Die Sonne schien warm und sie zog sich ihre Bluse über den Kopf. Dann hakte sie ihren BH auf und entließ ihre Brüste in die Wärme des Sommerabends. Sie betrachtete sich einen Moment und genoss das Gefühl sich bewusst zu sein, dass sie noch immer begehrenswert war. Dann schlüpfte sie aus ihrer bequemen Hose und lief schließlich splitternackt ins Wasser.

Im ersten Moment war es überraschend kalt, doch sie ließ sich nicht beirren. Bald stand das Wasser bis an ihre Hüfte und mit einem einzigen tiefen Atemzug begann sie zu schwimmen. Ein herrliches Gefühl der Schwerelosigkeit erfüllte sie, während sie hinaus auf den offenen See schwamm. Keine Kleidung, die sie behinderte, Natur zu Natur.

Nach 20 Minuten kam sie zurück, schüttelte ihr kurzes, mittlerweile silbernes Haar und trocknete sich ab. „Zeit für ein wenig Nichtstun“ dachte sie und legte sich hin. Bequem ein zusammen gerolltes Handtuch als Kissen unter dem Kopf ließ sie sich bereitwillig ins Traumland gleiten.

Ein Geräusch ließ sie aufhorchen, holte sie zurück aus dem Traum, den sie gerade intensiv erlebte. Es war ein bekanntes Geräusch, das sie beruhigte. Deshalb blieb sie liegen und tat so, als ob sie nichts gehört hatte.

Nur einmal blinzelte sie kurz, um sich zu vergewissern, dass sie sich auch nicht irrte. Dann lag sie wieder da wie schlafend.

Leises Klappern, dann das Geräusch von Stoff, eine Gürtelschnalle, die geöffnet wurde und der Windhauch von einem Tuch, das auf den Boden gelegt wurde. Ihre Sinne waren hellwach.

Dann herrschte wieder Ruhe bis auf das leise Rascheln der Birkenblätter. Nichts deutete darauf hin, dass sie nicht mehr alleine in der kleinen Bucht war.

Ein sanfter Lufthauch strich über ihre Brüste. Fast nicht spürbar die Nähe eines anderen Körpers und doch so gegenwärtig, als hätte sie die Augen offen. Wieder strich die Luft über ihre Brustwarzen. Sie spürte, wie sie sich langsam zusammen zogen unter der sanften Berührung mit dem unsichtbaren Medium. Lustvoller nun umspielte ein neuer Lufthauch ihre nun steifen Brustwarzen, glitt über ihre reifen Brüste und suchte sich einen Weg zu ihrem Bauch. Leise hörte sie ein Tuch über den Sand schleifen. Dann spürte sie eine ganz sanfte Berührung. Wie von einer Feder, die nun Kreise zog, unsichtbaren Linien folgte und sie liebkoste.

Sie hatte fast vergessen, das sie überhaupt nichts an hatte, als die Feder sanft an ihren Innenschenkeln entlang glitt. Einen Moment lag zuckte sie und wollte ihre Beine schließen. Doch da wurde ihre linke Brustwarze von warmen, weichen Lippen umschlossen und ein Kuss ließ sie erschaudern. Sie hatte es schon vorher gewusst, dass dies früher oder später während dieses Vorspiels passieren würde, doch es war jedes Mal wieder schön.

Es war ein geheimes Ritual geworden, nachdem sie sich eines Tages zufällig in dieser Bucht getroffen hatten. Erst hatten sie nur miteinander geredet. Er war fasziniert von ihrem Gesicht und ihrem Auftreten, sie mochte seine Größe und seine positive Lebenseinstellung. Doch schließlich waren Sie weiter gegangen, hatten ihre Lust aufeinander auch ausgelebt. Seit dem trafen Sie sich jeden Mittwoch hier und hofften, dass der Sommer endlos dauern würde.
Dass sie ihn heute nicht mit einem Lächeln in den Augen begrüßt hatte, war eigentlich nur als Schelmerei gedacht. Doch nun wurde daraus eine sehr intensive Gefühlserfahrung, denn sie musste nun, als angeblich Schlafende, still liegen bleiben.

Er blieb zärtlich und versuchte, die scheinbare Balance zwischen  Schlaf und körperlicher Erregung in der Waage zu halten. Er konnte ja auch nicht spüren, wie sehr ihr das Blut in die Brüste schoss und ihr Schoß sich unter seinen sanften Küssen füllte. Er beugte sich über sie, küsste ihre geschlossenen Augen und dann  erneut ihre Brüste. Einen Moment umspielte seine Zunge ihre Brustwarzen, dann kniete er über ihr. So sanft wie möglich drängte er ihre Beine auseinander.

Als seine Zunge ihre Vulva berührte, konnte sie ein leises Stöhnen nicht unterdrücken. Das erzwungene Daliegen als Schlafende ließ sie in aller Deutlichkeit das Gefühl der Lust spüren, das er versuchte ihr zu bereiten. Als er dann mit der Zunge ihre Schamlippen öffnete und sich einen Weg zu ihrer Knospe suchte….

Fortsetzung folgt